Backpacker auf Weltreise. Biene und Holger und das Abenteuer ihres Lebens.

Eine Weltreise ist kein Urlaub

Wir haben uns also entschieden eine Auszeit in Deutschland zu nehmen und eine Reise um die Welt anzutreten. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen und im Juni geht es ja auch schon los. Das ist nicht mehr lange.


Die meisten beneiden uns schon für den langen Urlaub, aber ein Urlaub wird es wohl eher nicht werden. Holger hat schon früher einige längere Rucksack-Reisen gemacht und kennt daher den permanenten Stress, dem man unterwegs ausgesetzt sein kann.


Wer eine Pauschalreise mit Reiseleitung bucht, hat es natürlich leichter, denn dort muss man sich um nichts kümmern und man wird immer schön an die Hand genommen. Für viele Reisende 
ist das auch die beste Option, ja manchmal ist selbst das für den einen oder anderen noch zu anstrengend. 

Wir können uns eine Pauschalreise um die Welt aber schon aus finanziellen Gründen nicht leisten und wollen es auch nicht, denn es geht dabei auch viel Individualität verloren. Wegen der Reiseleitung hat man selbst natürlich immer weniger Kontakt zu den Menschen vor Ort.

Was wir vorhaben, nennt man heute 
Backpacking. Es ist nichts anderes als Rucksack-Reisen. Bei solchen Individualreisen hilft einem letztlich niemand. Das ist ein Vorteil, aber auch ein Nachteil. Wenn wir irgendwo ankommen müssen wir selbst sehen wie es weitergeht, wo wir über Nacht bleiben, wie wir von A nach B kommen, wo wir etwas zu Essen bekommen und was wir vor Ort machen oder sehen wollen. Wir müssen lokale Öffnungszeiten und Fahrpläne in der jeweiligen Landessprache schon vorher kennen und wir müssen über Besonderheiten und Ausnahmen informiert sein (zum Beispiel gibt es Fahrpläne wie wir sie kennen nicht überall auf der Welt). Wir müssen wissen, wo Hostels (günstige Unterkünfte) sind und schon früh dort buchen, alle Reisepläne darauf abstimmen und immer improvisieren wenn irgendetwas plötzlich nicht funktioniert.

Und das kann oft passieren, denn viele Dinge können uns einen Strich durch die Rechnung machen. Zum Beispiel reicht schon ein großer Verkehrsstau oder ein kaputter Bus oder Verspätungen um einen Zug oder einen Flug nicht zu bekommen. Alle folgenden Flüge und Buchungen sind dann davon betroffen und man hat ein richtiges Problem. Auch das Wetter kann ziemlich große 
Probleme verursachen.

Wer clever ist, schafft sich also in seinem Reiseplan immer ein paar Tage Spielraum, um so etwas abzupuffern. Wir sind aber nicht clever, wir wollen stattdessen das Maximum in der vorhandenen Zeit und gehen dabei eben auch etwas mehr Risiko ein. Und natürlich erhöhen wir damit auch das Stresslevel für uns selbst. Wenn nachher aber was schief geht können wir natürlich auch kein Mitleid erwarten.